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Der Name Maverick kommt von Amerika und ist ein ungebrändetes Rind bis zum ersten Altersjahr. Ein so junges Rind ist voller überschüssiger Energie und tollt sich gerne herum.
Erst im Alter von 15 Monaten kam Maverick zu mir. Ich war damals schon der 5te Besitzer wobei die 4te nur kurzzeitig einsprang damit ich Ihn erhielt. Nach und nach konnte ich einen Teil seiner Vorgeschichte herausfinden und diese war gar übel.
Von den ersten 2 Besitzern wurde er im Zwinger von Kindern gehänselt. Auch waren es bis zu 12 Personen die abwechselnd mit Ihm spazieren gingen. Doch Erziehung genoss er eigentlich keine bis zur 3ten Besitzerin welche den Maverick nur hüten sollte, jedoch danach einfach nicht mehr abgeholt wurde.
Als er zu mir kam nannten Ihn die 3te und 4te Besitzerin einen agressiven Hund. Er verbellte Männer, Kinder und Leute die Angst zeigten.
Im 2ten Monat bei mir geschah ein Unfall. Am Bahnhof Stettbach wartend kam ein Kind auf mich und Maverick zu, war sich aber nicht ganz sicher. Als sich das Kind noch 3 Meter von mir weg befand, bellte Maverick und stand auf. Zugleich stürchelte das Kind und fiel direkt in den aufstehenden Hund. Maverick hat als solches nicht gebissen, aber an der Oberlippe des Kindes ergab sich beim Zusammenstoss mit Maverick eine kleine Wunde, welche zum Vergleich, wie wenn man eine Rosendorne herauszieht, ein kleiner Blutstropfen.
Klar konnte und wollte ich nie tolerieren das Maverick so handelte und somit wurde er zuerst einmal bestraft und ins Platz verwiesen damit ich mich um das Kind kümmern konnte. Das Kind weinte, schien bis auf den kleinen Blutstropfen unverletzt. Ich setzte mich zu der Frau hin um Ihr meine Angaben zu machen und Ihr zu empfehlen das der Arzt dies anschauen soll obwohl das Kind partout nicht zum Arzt wollte. Auch war es klar für mich das ich die Rechnung übernehmen würde. So redeten wir etwa 10 Minuten miteinander über die entstandene Situation wobei ich Ihr auch das Verhalten von Maverick erklärte. Etwa 3 Monate danach erhielt ich einen Anruf eines Herrn welcher mich nochmals zu der Situation befragte und mir erklärte das die Rechnung 65.-- CHF ergab.
Klar war für mich schon das nur die Hundeschulte in welche ich ging nie reichen würde um Maverick zu erziehen. Maverick hatte es danach so ziemlich streng mit Gehorsam, ich verlangte das nonplusultra von Ihm. Aber damit allein war es nicht getan. Ich forderte Ihn auch mit Tagesabläufen welche auch mich ans Limit brachten so das wir beide wie tot ins Bett gefallen sind. Ein halbes jahr danach konnten die Kinder ohne weiteres mit Maverick spielen als wär dies schon immer so gewesen. Aufpassen lag ganz klar immernoch in meiner Pflicht aber je mehr das sich die Kinder mit Maverick abgaben desto Kinderliebender wurde er.
Dass Maverick in Alter von 3 Jahren schon dermassen an Sicherheit gewonnen hatte das er der Rudelfüherer war erstaunt hier besonders, insbesondere da mir die 4te Besitzerin noch erklärte das ich den Hund mit meiner strenge kaputt machen würde anstatt zu erziehen. Doch er führte souverän Rudeln von 15 Hunden und mehr als hätte sich nie etwas anderes ergeben. Ab dem Alter von 3 Jahren hatte ich diesen tollen Partner nie mehr an der Leine geführt da ich mir seiner absolut 100% Vertraute. Von den über 350 Hunden welche ich inzwischen betreute hatten nur gerade 8 dieses absoulte Vertrauen von mir. Diese waren Maverick, Akira, Quita, Jako, Puki, Kiko, Kiki und 2 weitere Schäferhunde welche ich nur 1 Woche zum Sitten hatte.
Hier noch eine kleine Geschichte welche sich ein halbes Jahr vor seinem Tod ereignete: Eine Kollegin von mir war mit Ihrem Nico, meinem Maverick und dem jungen Odin am Waldrand als Ihr etwa 20 Hunde entgegensprangen. Maverick stellte sich mit seinen 13 Jahren quer vor sein Rudel so das die anderen Hunden abrupt bremsten und abdrehten ohne direkten Kontakt.
Maverick, mein guter, treuer Partner. Du warst und bist mein Herz, ich werde immer um dich trauern denn dich gibt es auf der ganzen weiten Welt kein 2tes mal. Du hast mir in deiner Treue und Liebe mehr als 1x das Leben gerettet. Ohne dich gäbe es mich heute nicht mehr. Mit Dir war das Leben wieder lebenswert. Bitte vergib mir die ach so schweren Zeiten die wir gemeinsam durchgemacht haben. Ich kann Dir sagen das Odin auf dem besten Weg ist ein würdiger Nachfolger zu werden, doch ersetzten wird er dich nie können. Du bist und lebst für ewig in meinem Herzen weiter. Auch versuche ich mit Ihm weniger streng zu sein und Ihm ebenso ein guter Partner zu sein wie du mir, nur schon damit ich ein wenig von dem zurückgeben kann was du mir gegeben hast.
Geh in Frieden, mein Herz, dein Thom.